Geschichte


Das Jahr 1973 gilt als die Geburtstunde der Trampolin Bundesliga, in der zweiten Jahreshälfte fand die erste Saison statt. Es gehörten je fünf Mannschaften den beiden Staffeln NORD und SÜD an. Die Teilnehmer wurden durch die leistungsstärksten, bundesdeutschen Vereine in Qualifikations-Wettkämpfen ermittelt. Anfangs war es ausnahmsweise erlaubt, auch das weibliche Geschlecht starten zu lassen. Da sich im Laufe der folgenden Jahre keine eigene Frauen Bundesliga entwickelte, wurde diese Regelung aufgehoben und inzwischen ist es völlige Normalität, dass die Damen mit an den Start gehen und somit Wettkämpfe mit gemischten Mannschaften bestritten werden, ermittelt wird der Deutsche Vereins-Meister.


Arno Wiest aus Bruchsal war einer der Pioniere, der im ersten Jahr als Staffelleiter fungierte. Es folgte bereits in der zweiten Saison Gerhard Schnierda aus Düsseldorf. Er leitete bis zum Jahre 1998 die Bundesliga und zum Abschluss ernannten ihn die Mitglieder zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Heinz-Peter Michels aus Frankfurt am Main löste ihn im Jahre 1998 als Nachfolger ab und leitet seitdem den Bundesliga Ausschuss. Im Süden entstand 1974 bereits eine zweigeteilte Regionalliga, Rolf Kraft (Gernsbach) sowie später Klaus Thiel (Erlangen) waren die ersten Staffelleiter. Es folgten Hans-Peter Daum (Wiesloch), Ladislaus Batho (Bruchsal) sowie Heinz-Peter Michels (Frankfurt). Die beiden Regionalliga Staffeln im Norden organisierte in den Jahren 1976 und 1977 Heinz-Peter Michels, damals noch Essen. Ihm folgten Detlef Kliemsch (Köln), Uwe Rath (Bremerhaven) und Raimund Scholl (Brühl) als Staffelleiter. Anfang der achtziger Jahre wurden die Gruppen auf sechs Vereine aufgestockt und wenige Jahre später die Bezeichnung II. Bundesliga für die bisherige Regionalliga gewählt.


Um die leistungsstärksten Vereine gegeneinander antreten zu lassen wurde im Jahre 1998 die eingleisige I. Bundesliga sowie die zweigeteilte II. Bundesliga mit je sieben Teams eingeführt. Ab 1995 gab es in der Bundesliga ein eingeschränktes Zweitstartrecht, zunächst ein, später zwei Sportler pro Team durften eingesetzt werden. Später wurde diese Regelung durch den DTB verändert und mit dem Jahre 2005 hat ein nicht eingeschränktes Zweitstartrecht Gültigkeit. Anfang 2019 wurde im Deutschen Turner-Bund ein Ligastartrecht eingeführt. Die I. Bundesliga wird in der Vorrunde wieder in den Gruppen NORDOST sowie SÜDWEST ausgetragen. Seit dem Jahre 2015 sind sowohl Zweier- als auch Dreierbegegnungen erlaubt. Einige Jahre gab es besondere Regelungen und in der Bundesliga zeigten diverse, ausländische Weltklasse Athleten ihre teilweise atemberaubenden Flugelemente. Das wiederum wurde 2003 vom Deutschen Sportbund in Absprache mit den Ministerien in der Hauptstadt Berlin untersagt und nur noch den Profi Sportarten erlaubt, um dem bundesdeutschen Nachwuchs mehr Einsatz Chancen zu bieten. Doch diese Vorgaben gehören inzwischen auch schon wieder der Vergangenheit an.


Kurz vor der Jahrtausendwende entstanden im DTB diverse strukturelle Änderungen. Der Bundesliga Ausschuss setzte sich zum Ziel, zeitgemäße Wege aufzuzeigen, um somit die Attraktivität so gut es geht zu erhöhen. Das Trampolin Magazin JUMP und die Internet Adresse http://www.online-jump.de entwickelten sich und standen für eine sich sichtbar wandelnde Phase. Dazu zählte auch die Präsentation der Bundesliga-Finals der letzten Jahre sowie die mehrjährige Partnerschaft mit dem Touristik Unternehmen PRO TOURS. Es folgte im Jahre 2000 ein weiterer Meilenstein mit der Gründung des Förderverein Trampolin Bundesliga, kurz FTB. Die Bundesliga-Vereine erhielten seitdem für ihre Talent- und Nachwuchsförderung eine finanzielle Unterstützung, Prämien sorgten im Finale für einen weiteren Anreiz. Eine Fusion im Jahre 2006 zwischen dem FTB und dem Förderverein der Freunde des Trampolinsports (FFT) http://www.Trampolin-Foerderverein.de führte zu einer Ressourcen-Bündelung.


Die Begeisterung war zunächst groß, als die Disziplin Trampolin ins Olympische Programm 2000 aufgenommen wurde. Doch das allein reichte nicht aus, mehr ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu gelangen. Obwohl als äußerst Telegen eingestuft, wurden die Begegnungen im TV nicht bundesweit sondern nur vereinzelt regional übertragen. Allerdings hat sich gezeigt, dass die Medien umfangreicher über das Trampolinturnen berichten, wenn internationale Titelträger beteiligt sind oder an besonderen Orten die Wettkämpfe ausgetragen werden, so z. B. beim Finale 2004 in einem Frankfurter Bankenturm. Die Internetseite http://www.Trampolin-Bundesliga.de berichtet zeitnah über die Aktivitäten. Dazu zählt aber auch, die Entwicklung und Geschichte der Trampolin Bundesliga weiter fortzuschreiben. Aktuell ging im April 2019 eine neue, inzwischen dritte Version unserer Website online.


Sowohl Kampfrichter der beteiligten Vereine als auch neutrale Kampfrichter kommen zum Einsatz. Erstmals werden 2019 nicht nur in den Endkämpfen sondern auch schon in der Vorrunde die Mess-Anlagen unseres Hauptsponsors EUROTRAMP genutzt. Zudem gibt es einen Damen Bonus. Denn das weibliche Geschlecht bekommt für die Note Time of Flight (ToF) sowie für den Schwierigkeitsgrad per eigens berechneten Multiplikator ein Korrektiv, um mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern in der gemischten Trampolin Bundesliga herzustellen.